OKR und die VUCA-Welt

Als Unternehmer:in ist es Dein Job, Dein Unternehmen voranzubringen. Du willst erreichen, dass Dein Unternehmen erfolgreich und prosperierend ist und sich mit hohem Umsatz und noch mehr EBIT entwickelt. Du bist Dir sicher bewusst, dass die Digitalisierung Dir Chancen, aber auch Risiken bietet und längst noch nicht alles ausgeschöpft ist. Jetzt kümmerst Du Dich also um den digitalen Change und entwirfst einen durchdachten Plan für das Changemanagement. Du denkst an alles. Wenn A das macht und B das, passiert C. Alles ist strukturiert durchgeplant, die IT gebrieft und nun endlich: das Roll-Out.

Und dann das! Keiner macht so richtig mit. Eher im Gegenteil. Am liebsten wird wie bisher weitergearbeitet. Du siehst Mitarbeitende, die immer noch bevorzugt mit selbstgebauten Excellisten arbeiten. Bevorzugt irgendwo gespeichert, wo Kollegen keinen Zugang haben. Dabei haben die neuen Programme viel bessere Lösungen für die Zusammenarbeit. Überall wird gemeckert. Jede:r ist nur mit sich und vielleicht noch mit dem eigenen Team beschäftigt. Innovation? Selbstverantwortung? Engagement? Mitdenken? Fehlanzeige. Und die Kommunikation? Es wird übereinander gesprochen, aber kaum wirklich miteinander.

Die Nicht-Kommunikations-Falle

Du bist in dieselbe Falle gelaufen, wie viele Unternehmer:innen vor Dir. Du hast die Kommunikation nicht oder nicht ausreichend beachtet. Du hast es für selbstverständlich erachtet, dass Deine Leute tun, was Du ihnen sagst. Sie werden schließlich dafür bezahlt! So einfach ist es eben nicht. Engagement kann man nicht kaufen. Engagement kommt bei jeder/m Mitarbeitenden von innen heraus.

Kommunikation ist das „Non plus ultra“ im Changemanagement. 90 % der scheiternden Projekte, scheitern an der Kommunikation. Kommunikation ist damit auch der wichtigste Punkt in der Unternehmensentwicklung. Was nützt der schönste Plan, wenn er nicht umgesetzt wird?

Alle Mitarbeitenden rausschmeißen und noch mal von vorne anfangen? Vielleicht hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt. Nur: Das bringt nicht den gewünschten Erfolg. Denn entweder waren die Leute schon so renitent, als Du sie eingestellt hast – oder sie sind es erst in deinem Unternehmen geworden. Beides bietet wenig Chancen für einen Neuanfang mit anderen Menschen. Die Probleme nimmst Du mit in jeden Neustart. Bis Du sie gelöst hast. Da Du ein wichtiger Teil Deines Unternehmens bist, kannst Du Kommunikation auch nicht komplett von Dir wegdelegieren. Aber alleine kannst Du ein Kommunikationsproblem auch nicht lösen. Du brauchst eine Kommunikationsstrategie, die Dein Team mitnimmt: jede:r einzelne:n.

Kommunikation braucht Vertrauen, Wertschätzung & Transparenz

Vertrauen, Wertschätzung und Transparenz sind Erfolgsfaktoren in diesem Prozess. Wie stellst Du das sicher?

Nach einer Reorganisation regiert häufig die Angst. Leider ist Angst für Höchstleistung absolut hinderlich. Nur mit Selbstbewusstsein lassen sich Spitzenleistungen erbringen. Engagement, Innovation und Übernahme von Eigenverantwortung sind nur von selbstbewussten Führungskräften und Mitarbeitenden überhaupt möglich. Deshalb gilt es, die Angst kommunikativ zu entschärfen.

  • Vertrauen gibt das Gefühl in die eigene Leistung zurück. Das mindert Angst.
  • Wertschätzung beweist, dass Mitarbeitende ernst genommen werden. Dass sie als Menschen geschätzt werden. Auch das entschärft Angstgefühle.
  • Transparenz dämmt Chaos ein und gibt das Gefühl von Beherrschbarkeit der Anforderungen zurück. Außerdem macht Transparenz echte Leistung ebenso sichtbar wie Hürden. Transparenz verschafft Klarheit im Veränderungsprozess.

Kommunikation fängt oben bei Dir an und durchzieht alle Ebenen. Denn die Beteiligung aller Mitarbeitenden ist unverzichtbar. Widerstände und Konflikte lassen sich nur mit Kommunikation über alle Ebenen hinweg lösen. Damit nimmt die Kommunikation direkten Einfluss auf die Entwicklung der Unternehmenskultur.

Es gibt nicht den EINEN richtigen Weg zu kommunizieren. Es gibt viele gute Wege. Sie müssen zu Dir und den Mitarbeitenden ebenso passen, wie zu den aktuellen oder geplanten Strukturen und Abläufen im Unternehmen. Oft verändert das eine automatisch das andere.

Kommunikation und Erfolge

Auch die Freude über die ersten Erfolge lässt sich nur über Kommunikation auslösen. Du willst schließlich, dass alle durchhalten. Und Durchhalten verlangt, dass Erfolge bekannt sind. Am besten von Dir persönlich und von Mensch zu Mensch kommuniziert: Alle Mitarbeitenden sprechen im ganzen Unternehmen miteinander. Dafür müssen die richtigen Anlässe, Beteiligungsmöglichkeiten und Formate gefunden werden.

Alle auftauchenden Schwierigkeiten – und die gibt es immer – lassen sich nur kommunikativ lösen. Dafür Raum zu schaffen, liegt ebenfalls in deiner Verantwortung als Unternehmer:in.

Tu Dir selbst den Gefallen. Denk die Kommunikation von Anfang an bei der Unternehmensentwicklung, im Changemanagement und bei jeder Unternehmensentscheidung mit.

Dann ist der Wunsch von der Entwicklung hin zu einem noch erfolgreicheren und prosperierenden Unternehmen, mit hohem Umsatz und noch mehr EBIT eine logische Folge.

In diesem Sinne: Viel Erfolg für eine wertvolle Kommunikation in Deinem Unternehmen!

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