Teamentwicklung

Was unter dem Teppich liegt, bestimmt die Leistung des Teams

Viele Teams wirken nach außen harmonisch. Die Meetings laufen geordnet ab, Konflikte werden vermieden und alle scheinen professionell miteinander umzugehen.

Doch oft sieht die Realität anders aus.

Unausgesprochene Erwartungen, Missverständnisse, Enttäuschungen oder alte Konflikte verschwinden nicht einfach. Sie landen unter dem sprichwörtlichen Teppich. Dort bleiben sie liegen, beeinflussen Entscheidungen, Zusammenarbeit und Vertrauen und kosten das Team Energie.

Die Folge: Die Performance sinkt.

Was unter dem Teppich liegt, wirkt trotzdem

In vielen Teams wird viel über Aufgaben gesprochen, aber wenig über das Miteinander. Kritik wird zurückgehalten, Konflikte werden ausgesessen und schwierige Themen vermieden.

Die Gründe dafür sind nachvollziehbar:

  • Niemand möchte jemanden verletzen.
  • Konflikte werden als unangenehm empfunden.
  • Die Angst vor Eskalation ist groß.
  • Harmonie erscheint wichtiger als Ehrlichkeit.

Doch der Preis dafür ist hoch. In einer „Kuschelkultur“ verschwinden unausgesprochene Themen nicht einfach. Sie zeigen sich später in Form von Widerstand, Frustration, Dienst nach Vorschrift, Lagerbildung oder sinkender Motivation.

Teambesprechung, ein Elefant liegt unter dem Teppich

Was im Team nicht angesprochen wird, kann auch nicht gelöst werden.

Von der Storming Phase ins Performing

Der Teamforscher Bruce Tuckman beschrieb bereits in den 1960er Jahren die verschiedenen Entwicklungsphasen von Teams.

Besonders herausfordernd ist die sogenannte Storming Phase. In dieser Phase prallen unterschiedliche Interessen, Arbeitsweisen, Erwartungen und Persönlichkeiten aufeinander. Es wird um Einfluss, Rollen und Prioritäten gerungen.

Viele Teams bleiben genau hier stecken.

Sie vermeiden die notwendigen Auseinandersetzungen oder führen sie nur indirekt. Dadurch entsteht keine echte Klärung.

Performing, also die Phase hoher Leistungsfähigkeit, entsteht jedoch nicht durch Konfliktvermeidung. Sie entsteht durch Konfliktklärung.

Teams werden leistungsfähig, wenn sie lernen, Spannungen offen anzusprechen und konstruktiv zu bearbeiten.

Teamprinzipien schaffen Orientierung

Ein wirksamer Hebel in der Teamentwicklung sind gemeinsam entwickelte Teamprinzipien.

Dabei geht es nicht um Regeln von oben, sondern um Vereinbarungen darüber, wie man miteinander arbeiten möchte.

Zum Beispiel:

  • Wie geben wir uns Feedback?
  • Wie gehen wir mit Fehlern um?
  • Was erwarten wir voneinander?
  • Wie sprechen wir Konflikte an?
  • Wie treffen wir Entscheidungen?
  • Was bedeutet für uns Verlässlichkeit?

Solche Prinzipien schaffen Klarheit. Sie machen Erwartungen sichtbar und reduzieren Missverständnisse.

Vor allem aber bieten sie einen gemeinsamen Referenzrahmen, wenn es schwierig wird.

Offen und wertschätzend reden

Viele Menschen verbinden Offenheit mit Härte. Doch Offenheit und Wertschätzung schließen sich nicht aus.

Im Gegenteil.

Wertschätzung bedeutet nicht, alles gut zu finden. Wertschätzung bedeutet, Menschen mit Respekt zu behandeln und gleichzeitig ehrlich zu sein.

Ein Team entwickelt sich dann weiter, wenn seine Mitglieder sagen können:

  • Was sie beschäftigt.
  • Was sie brauchen.
  • Was sie irritiert.
  • Was sie sich wünschen.

Ohne Vorwürfe. Ohne Schuldzuweisungen. Aber klar und verständlich.

Erst dann entsteht echtes Verständnis füreinander.

Der angstfreie Raum als Grundlage

Offene Gespräche benötigen Sicherheit.

Wenn Mitarbeitende befürchten müssen, für Kritik abgestraft zu werden, werden sie schweigen. Wenn Fehler gegen sie verwendet werden, werden sie Risiken vermeiden. Wenn Konflikte tabu sind, werden Spannungen wachsen.

Deshalb braucht erfolgreiche Teamentwicklung einen angstfreien Raum.

Einen Raum, in dem Menschen ihre Gedanken äußern dürfen, ohne Gesichtsverlust befürchten zu müssen.

Einen Raum, in dem unterschiedliche Meinungen willkommen sind.

Einen Raum, in dem Zuhören genauso wichtig ist wie Sprechen.

Psychologische Sicherheit ist kein “weiches” Thema. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für Innovation, Lernen und Zusammenarbeit.

Ergo:

Die größten Herausforderungen eines Teams liegen selten in den Aufgaben. Sie liegen meist in den Themen, über die nicht gesprochen wird.

Erfolgreiche Teamentwicklung macht sichtbar, was unter dem Teppich liegt. Sie schafft Raum für ehrliche Gespräche, klärt Konflikte, entwickelt gemeinsame Teamprinzipien und stärkt das Vertrauen im Miteinander.

Denn starke Teams entstehen nicht dadurch, dass sie keine Konflikte haben.

Starke Teams entstehen dadurch, dass sie gelernt haben,
offen, wertschätzend und mutig mit ihnen umzugehen.

Du hast das Gefühl bei Euch läuft auch nicht rund im Team?

Dafür sind wir da, mit individuellen Workshops für ein gelungenes Teambuilding!

Melde Dich bei uns, per Telefon oder E-Mail,
denn ein positive Teamentwicklung ist die Grundlage für gute Zusammenarbeit im Team.

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